Zitat:

„Das Rettungssystem ist im Februar gestartet. Seitdem sind die ehrenamtlichen Netzwerkmitglieder schon mehr als 100 mal alarmiert worden.

Thomas Scherf hat sein Leben wahrscheinlich drei Männern und einem Rettungssystem zu verdanken, das es erst seit Anfang Februar in Wiesbaden gibt. Als Scherf im April einen Herzinfarkt und Kammerflimmern erleidet, wählt seine Frau sofort den Notruf. Der Mitarbeiter in der Leitstelle erkennt die lebensbedrohliche Situation, alarmiert Rettungswagen und Notarzt und leitet eine Telefonreanimation ein. Weil es in Wiesbaden das App-basierte System der „Mobilen Retter“ gibt, gehen zeitgleich auf den Smartphones von Holger Kahl und Peter Heissner Alarmmeldungen ein. Die beiden sind Feuerwehrkameraden und absolvieren zu dem Zeitpunkt eine Übung nicht weit von Scherfs Haus entfernt. Die App zeigt auch auf dem Telefon von Siegfried Schneider an, dass sich jemand in seiner Nähe in einer medizinischen Notlage befindet. Schneider macht sich ebenfalls auf den Weg. Drei Minuten, nachdem die Ehefrau den Notruf abgesetzt hatte, beginnen die drei Männer mit der Reanimation. Bis der Krankenwagen eintrifft, vergehen weitere drei Minuten. Die Notfallsanitäter reanimieren zusammen mit den „Mobilen Rettern“ weiter. Zweimal muss ein Defibrillator ausgelöst werden. 15 Minuten später schlägt das Herz von Thomas Scherf wieder.

Nach Angaben des Deutschen Rates für Wiederbelebung erleiden in Deutschland jedes Jahr rund 50 000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen plötzlichen Herzstillstand. Damit diese Menschen eine Chance haben zu überleben, brauchen sie Hilfe – sehr schnell. Nur drei bis fünf nach dem Herzstillstand sterben die ersten Hirnzellen ab. Rettungswagen brauchen in Deutschland aber durchschnittlich acht Minuten bis zum Einsatzort.“

Quelle: https://www.fr.de/rhein-main/wiesbaden/wiesbaden-mann-ueberlebt-herzstillstand-dank-mobiler-retter-92313493.html

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